Stärkung der Lehre durch Mathematikdidaktik (LV 2025-27)
Mathe- und Statistik-Lehrveranstaltungen stellen für viele Studierende eine Herausforderung dar. Das ist aus (inter)nationaler Forschung bekannt, zeigt sich aber auch in informellen Gesprächen, anekdotischen Erzählungen und anhand der Notendurchschnitte und Durchfallquoten an unserer Universität. Motivationen und Interessen an der Mathematik/Statistik sind unter Studierenden ebenso unterschiedlich ausgeprägt wie das Vorwissen. Dazu kommt mangelnde Vertrautheit mit mathematischen Arbeitsweisen an der Universität, die sich stark vom Mathematiklernen an der Schule unterscheiden.
Wie gehen Lehrende mit diesen Herausforderungen um und wie können sie dabei unterstützt werden, ihre mathematikdidaktische Expertise auszubauen?
In einem vom Ministerium über die Leistungsvereinbarung finanzierten Projekt stehen die Mathematik-Didaktik und somit die Lehrenden im Fokus. Basierend auf den Interessen, Bedarfen und Möglichkeiten der Lehrenden wird ein Bündel an Reflexions-, Professionalisierungs- und Analysegelegenheiten angeboten, das die mathematikdidaktische Professionalisierung unterstützen soll. Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse sollen in weiterer Folge insbesondere auf andere MINT-Disziplinen übertragen werden.
Ein Projekt des Vizerektorats für Studium und Lehre und der NAWI-Fakultät unter Mitarbeit des Fachdidaktikzentrums für Mathematik und des Zentrums für Lehrkompetenz, gefördert durch die Leistungsvereinbarung mit dem Ministerium.
Mathematikdidaktische Veranstaltungen (unter der Leitung von Mathematiker*innen)
Der Flipped-Classroom-Workshop mit Ass.-Prof. Dr. Christina Krause richtet sich an Hochschullehrerende von Mathematiklehrveranstaltungen über alle Fachbereiche hinweg.
Basierend auf theoretischen Inhalten wird an der Formulierung von Zielen für eigene Lehrveranstaltungen gearbeitet, die Passung von Zielen und Methoden reflektiert und diskutiert, ebenso Messbarkeit von Zielen in Prüfungsleistungen.
ABSCHLUSS-SYMPOSIUM der ersten Runde im Projekt "Stärkung der Lehre durch Mathematikdidaktik"
Einstellungen zur Mathematik und Mathematiklehre aus multiperspektiver Sicht tertiärer Bildung
Im Rahmen des Projekts „Stärkung der Lehre durch Mathematikdidaktik“ wird an der Universität Graz im Studienjahr 2025/26 eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten zu verschiedenen Facetten der Mathematikdidaktik angeboten. Dieses Symposium stellt einen Abschluss dieser Angebotsreihe dar.
Hochschulrelevante Einstellungen zur Mathematik(lehre) sowohl aus Lernenden- als auch aus Lehrenden-Sicht werden am 1.7.2026 (9:30-14:30) in den Blick genommen und aus multiperspektiver Sicht beleuchtet. Auch die Relevanz von und der Einfluss auf Möglichkeiten für die Lehre von Mathematik an der Hochschule stehen im Fokus. Am Programm stehen zwei Keynotevorträge von Pietro Di Martino (Università di Pisa) und Angelika Bikner-Ahsbahs & Ingolf Schäfer (Universität Bremen) sowie drei Plenar-Vorträge von Lara Gildehaus (Universität Klagenfurt), Andrea Karner (PH Steiermark) sowie Wes Maciejewski (Athabasca University) mit anschließender Diskussion am runden Tisch. Abschließend wird es bei bereitgestellten Mahlzeiten und Getränken die Gelegenheiten zum informellen Austausch mit den Expert:innen und untereinander geben. Das Minisymposium wird auf English abgehalten.
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Fragen richten Sie bitte direkt an jan.kriegl(at)uni-graz.at
Zusätzliche hochschuldidaktische Veranstaltungen
Unter Leitung von Prof. Dr. Frank Linde, TH Köln, findet dieser Workshop am 05.05.2026 von 14:00 - 17:00 Uhr statt. Zielgruppe sind Lehrende der Mathematik, die in ihren Lehrveranstaltungen Studierende aus unterschiedlichen Studienrichtungen unterrichten und dabei sehr unterschiedliche mathematische Vorkenntnisse und Lernwege erleben.
Details und Anmeldung finden Sie hier.
Melden Sie sich an, um am 27.05.2026 zu erfahren, wie Mathematik im KI-Zeitalter geprüft werden kann. Der Workshop richtet sich an Lehrende von mathematischen Inhalten. Angesprochen sind insbesondere Personen, die ihre Prüfungen stärker kompetenzorientiert gestalten möchten. Der Workshop eignet sich sowohl für erfahrene Lehrende als auch für Kolleg:innen, die neu in der Lehre oder Prüfungsgestaltung sind. Er ist außerdem offen für alle, die sich mit der Rolle von KI-Tools in Prüfungen der Mathematiklehre auseinandersetzen möchten.